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Die Seide ist eine
Naturfaser mit unübertroffenen Eigenschaften, dies betrifft sowohl den Tragekomfort bei
Kleidung, als auch ihre Eignung als Malgrund.
Die Enstehung der
Seidenfaser erfolgt bei der Seidenraupe in einem Trockenspinnverfahren. Die aus den
Drüsen der Tiere ausgedrückte Spinnlösung erstarrt an der Luft zu einem festen Faden.
Durch achterförmige Bewegungen spinnt sich die Raupe bis zur völligen Einhüllung ein
(Seidenkokon). Von diesem Kokon wird nun der Seidenfaden abgehaspelt.
Vase im Oxford Stil gemalt von G.Weber 1997
Einige klassische
Techniken für die Seidenmalerei:
| Alkoholtechnik |
Zuerst wird die Seide
mit Farbe grundiert. Nach dem Trocknen trägt man mit einem Pinsel den Alkohol auf. Dies
kann als Muster geschehen, oder einfach nur wild durcheinander. Nach dem nochmaligen
Trocknen kann man den Vorgang nochmals wiederholen, um die Effekte zu verstärken. |
| Aquarelltechnik |
Die Seide wird im
freien Farbauftrag aufgemalt. Aufgrund der Kapillarwirkung des Seidengewebes fliesst die
Farbe auseinander und bringt so sehr schöne Farbverläufe. Durch Aneinandersetzen zweier
Farben schafft man weiche Farbgrenzen. |
| Konturentechnik |
Hierbei werden zuerst
mit Gutta Konturen auf die Seide aufgetragen, damit die Farbe nicht wahllos verläuft. |
| Salztechnik |
Verschiedene Farben
werden auf die Seide aufgetragen. Auf die noch feuchte Seide wird Salz aufgestreut (grob
oder feinkörnig). Dadurch entstehen bizarre Effekte, die noch durch ein schnelles (z.B.
mit Fön) oder langsames Trocknen beeinflusst werden können. |

Alpenblumen gemalt
von G.Weber 1997
Es gibt noch viel
mehr Möglichkeiten mit Seide zu arbeiten. Wer Interesse an meinen Tüchern oder Fragen
zum Seidenmalen hat, gibt mir bitte ein pgweber@bluewin.ch
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